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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-10-01 - 2021-09-30

Seit Jahrzehnten ist in Mitteleuropa eine starke Bestandeszunahme von Schwarzwild (Sus scrofa) zu beobachten. Diese führt zu ernsten ökonomischen und ökologischen Problemen wie Wildschäden, Seuchengefahr (KSP/ASP), Verkehrsunfälle und Gefährdungen anderer Wildarten. Eine intensivere Bejagung ist notwendig. Dazu wurde der Einsatz neuer jagdlicher Techniken wie Nachtsichtzielgeräte (NSZG) oder Schalldämpfer (SD) auf technische Tauglichkeit untersucht (Neitzel 2013; Hahn 2014; Schatz 2014). Es ist jedoch noch völlig unklar, wie das Schwarzwild auf diese Jagdtechniken reagieren wird und ob damit eine Bestandesregulierung von Schwarzwild möglich ist. Ziel dieser, auf diesem Gebiet bisher einzigartigen Studie ist die Untersuchung des Raum-Zeit-Verhaltens des mit NSZG und SD bejagten sehr anpassungsfähigen Schwarzwildes. Das Verhalten der Tiere wird bei verschiedenen Jagdarten und des damit einhergehenden unterschiedlichen Jagddrucks analysiert. Zur Erreichung dieses Ziels wird das Raum-Zeit-Verhalten von Schwarzwild in Gebieten mit vier Szenarien unterschiedlicher Jagdstrategien verglichen: Szenario I: Konventionelle Bejagung ohne Einsatz von NSZG und SD; Szenario II: Experimentelle Bejagung unter Verwendung von NSZG; Szenario III: Experimentelle Bejagung unter Verwendung von SD. In einem vierten Kontrollgebiet wird die Raum-Zeit-Nutzung von Schwarzwild ohne Bejagung (Szenario IV) analysiert. Projektgebiet ist der 9.300 ha große ÖBf Nationalparkbetrieb Donau-Auen. Ganze Rotten werden mit einer neuen innovativen Net-Up Falle zum möglichst praktikablen und tierschutzgerechten Fang eingefangen. Die Tiere werden mit einer neuen vielversprechenden und kostengünstigen Telemetrietechnik (RSSI; Orion-Netzwerk) mit aktiven RFID Ohrmarken über einen Zeitraum von 3 Jahren beobachtet. Von den Jägern geführte Jagdprotokolle dokumentieren zusätzlich Daten über Jagddruck, das Verhalten der Tiere, Nachthelligkeiten und den Jagderfolg der verschiedenen Jagdtechniken. Auf Basis aller Ergebnisse werden Bejagungsstrategien für ein effizientes und tierschutzgerechtes Schwarzwildmanagement entwickelt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-01-31 - 2019-01-30

Bis dato basiert das aktuelle Wissen um die Besiedelung, die Verbreitung und die Populationsgröße des Bibers (Castor fiber) in NÖ überwiegend auf Freilanddaten, die im Rahmen der laufenden Tätigkeiten des NÖ Bibermanagements gesammelt sowie gezielt durch ergänzende Schwerpunktkartierungen, wie zuletzt im Rahmen des Projekts “Biber Kartierung in NÖ - Winter 2016/17”, erhoben wurden. Das Marchfeldkanalsystem im Osten Niederösterreichs ist ein intensiv landwirtschaftlich genutztes Gebiet, das sich in der Kontinentalen Biogeografischen Region befindet. Im Winter 2017/18 werden ausgewählte Gewässerabschnitte das vierte Jahr in Folge hinsichtlich aktueller Biberspuren kartiert, um das aktuelle Bibervorkommen (Revier- und Individuenanzahl) zu erheben. Anschließend kann durch einen Vergleich mit den Ergebnissen vorangegangener Kartierungen die Entwicklung der Biberpopulation in der Marchfeldkanalregion abgeschätzt werden. Ein weiteres Untersuchungsgebiet in NÖ stellt das Piestingtal dar. Dieses liegt bereits in der Alpinen Biogeografischen Region, in welcher allgemein in den letzten Jahren in NÖ eine zunehmende Besiedelung durch den Biber festgestellt wurde (Böhm, Hölzler & Parz-Gollner 2017). Das Wissen um das aktuelle Bibervorkommen entlang des Piestingsystems ist derzeit jedoch noch unzureichend und soll deshalb mithilfe des Kartierungsprojekts erstmals bestimmt werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-01-01 - 2020-12-31

Die Erfassung der Brutbestände des Graureihers in NO wird derzeit im Abstand von zwei Jahren durchgeführt, die letzte Bestandserhebung erfolgte im Frühjahr 2016. Derzeit sind in NO 40 Horststandorte bekannt, die kontrolliert und kartiert werden müssen; 12 Standorte wurden im Frühjahr 2016 als nicht besetzt gemeldet bzw. gelten als erloschen, 25 Standorte galten als "besetzt", der Status von 3 Kolonien wurde als "unklar" eingestuft (Stand 2016). Die im Zuge des standardisierten Montiorings erhobenen Daten dienen als Grundlagen für eine Untersuchung und Analyse der Populationsentwicklung unter dem Aspekt von lokal bzw. überregional wirksamen potentiellen Störungseinflüssen.

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