40 Jahre IWJ


Oktober 2016

40 Jahre Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft

Vier Jahrzehnte im Dienste der Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Wildtierwissenschaften

Anlässlich der Wiedereröffnung des Mendelhauses der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) am 17.Okt. 2016 bereicherte das Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft (IWJ) den Tag der Neugierde mit zahlreichen Informationsständen und einem herausfordernden Wildtierquiz. In einer abschließenden Feierstunde wurde zudem das 40-jährige Gründungsjubiläum des IWJ begangen. Zahlreiche Ehrengäste, Freunde und Förderer des IWJ sowie ehemalige MitarbeiterInnen, KollegInnen und Studierende lauschten den Grußworten und Festrednern im historischen Hörsaal XV.

Rektor Univ.Prof. Dr. Dr.h.c. mult. Martin Gerzabek hob die Bedeutung des IWJ für die wildbiologische Forschung in Österreich und für die BOKU hervor. Univ.Prof. Dr. Peter Hietz, Leiter des Departments für Integrative Biologie und Biodiversitätsforschung, unterstrich die enge Kooperation der Institute innerhalb des Departments und den wesentlichen Beitrag des IWJ für die Leistungen des Departments.

Als Festrednerin referierte Lic.phil.nat. Nicole Imesch, Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Wildtierbiologie, über die Herausforderungen des Wildtiermangements im Alpenraum. Gämsen, Rotwild, Großraubtiere, Raufußhühner und der Biber wurden von ihr ins Rampenlicht gestellt. Sie unterstrich die Bedeutung der Forschung für das Verständnis der Bestandesentwicklungen dieser Arten und lud das IWJ ein, vermehrt auch in der Schweiz im Rahmen von Forschungsprojekten aktiv zu werden.

In der Ansprache von Dr. Ferdinand Gorton, Landesjägermeister von Kärnten, wurde die Beziehung der Jagd zur Wissenschaft und umgekehrt analysiert. Nach seiner Ansicht braucht die Jagd die Wissenschaft, um aktuelle und zukünftige Aufgaben erfüllen zu können. Dr. Gorton verwies aber auch auf die Tatsache, dass die Wissenschaft von der Kooperation mit der Jagd sehr wohl profitieren könne.

Univ.Prof. Dr. Klaus Hackländer ging in seiner Rede darauf ein, dass neben den universitär bedeutenden Leistungskennzahlen Institute wie das IWJ auch daran gemessen werden sollten, welche Effekte sie in den Bereichen Artenschutz oder Wildtiermanagement erzielen. „Mir ist der bleibende Fußabdruck des IWJ mindestens so wichtig wie das jährliches Feuerwerk an Leistungskennzahlen!“, so Hackländer. Die Feierstunde wurde festlich von der BOKU-Jagdhornbläsergruppe „Gregor Mendel“ umrahmt und fand mit den über 100 Gästen einen geselligen Ausklang bei Wild und Wein in den renovierten Räumlichkeiten des IWJ.