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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-01-01 - 2020-12-31

Die Erfassung der Brutbestände des Graureihers in NO wird derzeit im Abstand von zwei Jahren durchgeführt, die letzte Bestandserhebung erfolgte im Frühjahr 2016. Derzeit sind in NO 40 Horststandorte bekannt, die kontrolliert und kartiert werden müssen; 12 Standorte wurden im Frühjahr 2016 als nicht besetzt gemeldet bzw. gelten als erloschen, 25 Standorte galten als "besetzt", der Status von 3 Kolonien wurde als "unklar" eingestuft (Stand 2016). Die im Zuge des standardisierten Montiorings erhobenen Daten dienen als Grundlagen für eine Untersuchung und Analyse der Populationsentwicklung unter dem Aspekt von lokal bzw. überregional wirksamen potentiellen Störungseinflüssen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-10-01 - 2020-09-30

Eine Bestandserfassung erfolgt durch koordiniert durchgeführte Simultan-Schlafplatzzählungen der durchziehenden Kormoran-Winterbestände an den bekannten Schlafplätzen im Donauraum sowie den südlichen und nördlichen Zubringergewässern (dies umfasst die bisher bekannten dauerhaft und periodisch besetzten Schlafplatzstandorte). Die Festlegung der Zähltermine erfolgt in Abstimmung mit OÖ unter Berücksichtigung der Hauptdurchzugsachse Donau sowie der Grenzflüsse (koodinierte Erfassung der Schlafplätze im Grenzverlauf von OÖ/NÖ); weiters erfolgt wie bisher üblich eine Abstimmung der Zähltermine unter Berücksichtigung der internationalen Winterzählungen in den angrenzenden Nachbarländern (v.a. Bayern, CZ und SK). Längerfristig dienen die im Zuge des standardisierten Montiorings gewonnenen Daten als Grundlage für potentielle Habitatanalysen und einen Vergleich der Lage und Qualität von Schlafplätzen entlang von Zugrouten in einem geographisch breit gefächerten internationalen Kontext.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-10-01 - 2018-09-30

Die Wolfsdichte hat in Europa in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Aufgrund der strengen gesetzlichen Schutzbestimmungen (Annex II und IV, FFH-Richtlinie) kam es zu großräumigen Arealerweiterung dieser Art in Gebiete, in denen sie seit vielen Jahrzehnten als ausgestorben galten. Dies hat dazu geführt, dass aus einzelnen Quellpopulationen im und um den Alpenraum regelmäßig Einzeltiere nach Österreich einwandern, sich hier kurzfristig aufhalten oder für längere Zeit niederlassen: Wölfe wandern aus den reproduzierenden Wolfspopulationen in den Westalpen (I, F, CH), dem südöstlichen Alpenraum (I, SLO) und der sich rasch expandierenden deutsch-westpolnischen Population immer wieder in den österreichischen Alpenraum ein. Eine Habitateignungsanalyse für Österreich zeigt, dass geeignete Lebensräume für den Wolf vorliegen. Zwischen 2009 und 2016 konnten alleine in den westlichen Bundesländern (Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten) 12 Wolfsindividuen nachgewiesen werden. Im letzten Jahr wurde auch nach mehr als 100 Jahren erstmals wieder in Österreich ein reproduzierendes Paar festgestellt, das im Truppenübungsplatz Allentsteig/NÖ vier Jungwölfe hervorgebracht hat. Die rückkehrenden Wölfe stellen eine Herausforderung für den Menschen und seine traditionelle Landnutzung dar. Insbesondere die Almwirtschaft ist hiervon betroffen. Jedes Jahr werden in Österreich auf über 8000 Almen mehr als 300000 Rinder, 100000 Schafe, 10000 Ziegen und 8800 Pferde gealpt. Für Wölfe stellen diese Nutztiere eine vergleichsweise leichte Beute dar, weshalb diverse Herdenschutzmaßnahmen und Entschädigungsmodelle diskutiert werden. Wölfe werden jedoch auch die Schalenwildpopulationen in Österreich in ihre zeitlich-räumlichen Nutzung beeinflussen, was sich wohlmöglich negativ auf die Erfüllung von Abschussplänen und damit auf die Reduzierung der schalenwildbedingten Wildschäden insbesondere in Bergwälder auswirken wird. Daneben ist zu erwarten, dass auch die Tourismuswirtschaft von der Anwesenheit von Wölfen beeinflusst wird, sei es direkt (z.B. Angst der Erholungssuchenden) oder indirekt (z.B. Aufgabe von Almen führt zu weniger attraktiven Landschaften). Die Koordinierungsstelle für Braunbär, Luchs und Wolf hat in diesem Zusammenhang bereits vor einigen Jahren Grundlagen und Empfehlungen im Umgang mit dem Wolf erarbeitet, die als Vorlage für die Erstellung von Managementplänen herangezogen werden können. Durch die großräumige Lebensraumnutzung des Wolfes ist es jedenfalls angebracht, ein alpenweites Management der Wolfspopulation anzustreben. Um nachhaltige Lösungen für die anstehenden Herausforderungen zu erarbeiten bedarf es zunächst der Beantwortung von essentiellen Fragen aus den Bereichen Wildbiologie, Agrarökonomie, Freizeit und Erholung sowie Biodiversitätsforschung.

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