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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-01-01 - 2018-04-30

Microsatellite genotyping European (Erinaceus europaeus) and White-breasted hedgehogs (E. roumanicus) in next-generation sequencing data
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2015-10-01 - 2018-09-30

Die Steppenrasen des Pannonischen Beckens sind Lebensraum für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten und stellen einen bedeutenden Beitrag zur Biodiversität Europas dar. Vegetations-geschichtlich betrachtet waren Steppen im Verlauf des Quartärs in weiten Teilen Europas die meiste Zeit über die vorherrschende Formation. Inwieweit diese zeitliche Kontinuität der Steppen auch auf ihre Artenzusammensetzung zutrifft, ist allerdings unklar. Meist wird angenommen, dass ein Großteil der wärmeliebenden Arten, welche heute in den pannonischen Steppenrasen vorkommen, den Höhepunkt der letzten Eiszeit in Refugien nahe dem Schwarzen Meer überdauert hat und erst gegen Ende der Eiszeit oder im frühen Holozän in das zentrale Pannonikum zurückgewandert ist. Andererseits haben einige Autoren vermutet, dass zumindest einige wärmeliebenden Steppenarten die Eiszeit an den warmen Südhängen der die pannonische Tiefebene umgebenden Mittelgebirge überdauert haben könnten. Das beantragte Projekt verfolgt deshalb die folgenden sich gegenseitig ergänzenden Ziele: (1) eine Klassifikation aller pannonischen Steppenrasen unter Verwendung von multivariaten Methoden und einem supra-nationalen Netzwerk von Vegetationsaufnahmen; (2) die Identifikation von Mustern der regionalen Artenvielfalt, der genetischen Vielfalt und von Zentren des Endemismus, die Analyse des Erklärungswerts von ausbreitungs-historischen versus rezent-ökologischen Faktoren für die beobachteten Diversitätsmuster, und die Validierung potenzieller eiszeitlicher Refugien mit Hilfe von populationsgenetischen Analysen von repräsentativen Vertretern der verschiedenen Steppenrasentypen. Zusätzlich zu den phylogeographischen Mustern werden auch die infraspezifischen genetischen Diversitätsmuster Einblicke in die Migrationsrouten erlauben, welche rezente Populationen mit wahrscheinlichen Refugialgebieten verbinden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2015-01-01 - 2016-10-31

Im Sparkling Science Programm übernehmen die Lehrpersonen der teilnehmenden Schulklassen eine Schlüsselrolle als „Citizen Scientists“, indem sie als MentorInnen und MultiplikatorInnen entscheidend zum nachhaltigen Erfolg der Projekte beitragen. Studien haben allerdings gezeigt, dass die Rahmenbedingungen für die Durchführung von Projekten grobe Mängel aufweisen. Diese Mängel haben auch häufig Konsequenzen für die Motivation der Lehrpersonen, Citizen Science Projekte in all ihrer Komplexität mit ihren SchülerInnen längerfristig umzusetzen. Der Unterschied zwischen Lehrpersonen und den bisher untersuchten „privaten“ Citizen Scientists besteht vor allem darin, dass erstere als Multiplikatoren wirken, und damit den Schülern als „eigentlichen Citizen Scientists“ dieses Engagement erst ermöglichen. Daher kommt ihnen eine ganz zentrale Rolle zu: neben ihrer eigenen Motivation sind sie auch für die Motivation der SchülerInnen in Forschungsprojekten wie jenen im „Sparkling Science –Programm“ (mit-)verantwortlich. Im ersten Arbeitsschritt wird erforscht, welche Faktoren Lehrpersonen dazu motivieren, an Citizen Science Projekten mit ihren Schülern überhaupt längerfristig teilzunehmen. Daraus wird ein Anforderungsprofil für Lehrpersonen als Citizen Scientists abgeleitet. Das zweite Projektmodul geht vom Igel-Modul im Sparkling-Science Projekt „Natur vor unserer Haustüre“ aus. Im Pilotprojekt „Die Igel sind los! Punks in unseren Gärten“ wird eine Strategie entwickelt, wie Bürger zu Citizen Scientists werden können. Diese Strategie soll auch praktisch in ganz Österreich umgesetzt werden. Dabei wird auf Erfahrungen aus anderen Ländern zurückgegriffen, auf welche Faktoren bei der Organisation, Information und Motivation der Citizen Science besonders geachtet werden sollte.

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