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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-03-01 - 2018-12-31

Bertalanffy entwickelte in den 1940er Jahren ein universelles, biologisch motiviertes Wachstumsmodell, um das ontogenetische Wachstum verschiedener Tierarten zu beschreiben. Es ist durch die metabolischen Exponenten a = 2/3, b = 1 gekennzeichnet. West et al. (1997, 2001) schlug ein weiteres Paar metabolischer Exponenten vor (a = 2/3, b = 1) und lieferte biologische Argumente für diese Wahl. Dieses Projekt schlägt zwei weitere Exponentenpaare vor, die auf den Ideen von Bertalanffy und West über den Stoffwechsel und auf ein Modell von Parks (1982) über die Abhängigkeit des Wachstums auf die Nahrungsaufnahme basieren.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-07-03 - 2022-08-02

Der allergene invasive Neophyt Ambrosia artemisiifolia (Ragweed) hat auch in Bayern dauerhafte Bestände aufgebaut. So wie im westlichen Österreiuch sind es neben gestörten Plätzen vor allem die Strassen, wo Ragweed große Populationen bilden kann. In einem aus 7 Arbeitspaketen bestehenden Forshcungsprojekt sollen die Optionen für eine erfolgreiche Eindämmung dieser gesundheitsgefährdenden Art dargestellt und getestet werden: 1: Projektleitung, Koordination und Management; 2: State-of-the-Art-Report; 3: Habitaterweiterung Böschungen; 4: Regional optimierte Schnittrhythmen; 5: Konkurrenzsaaten; 6: Behandlung kontaminierten Materials; 7: Dokumentation und Information. AP4 und 5 sind auf einen Versuchszeitraum von 3 Jahren ausgerichtet und bestehen aus einer begleitenden Prüfung der Effekte auf die etablierte Population von Ragweed sowie aus einer Endbeprobung der Bodensamenbank, welche als Effizienzkontrolle dient. Die anderen APs sind meist kürzer angelegt. AP 3, 4, 5, und 6 benötigen Zuarbeiten durch den Auftraggeber bzw. dessen zugeordneten Dienststellen (insbes. Strassenmeistereien).
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-10-01 - 2021-09-30

Seit Jahrzehnten ist in Mitteleuropa eine starke Bestandeszunahme von Schwarzwild (Sus scrofa) zu beobachten. Diese führt zu ernsten ökonomischen und ökologischen Problemen wie Wildschäden, Seuchengefahr (KSP/ASP), Verkehrsunfälle und Gefährdungen anderer Wildarten. Eine intensivere Bejagung ist notwendig. Dazu wurde der Einsatz neuer jagdlicher Techniken wie Nachtsichtzielgeräte (NSZG) oder Schalldämpfer (SD) auf technische Tauglichkeit untersucht (Neitzel 2013; Hahn 2014; Schatz 2014). Es ist jedoch noch völlig unklar, wie das Schwarzwild auf diese Jagdtechniken reagieren wird und ob damit eine Bestandesregulierung von Schwarzwild möglich ist. Ziel dieser, auf diesem Gebiet bisher einzigartigen Studie ist die Untersuchung des Raum-Zeit-Verhaltens des mit NSZG und SD bejagten sehr anpassungsfähigen Schwarzwildes. Das Verhalten der Tiere wird bei verschiedenen Jagdarten und des damit einhergehenden unterschiedlichen Jagddrucks analysiert. Zur Erreichung dieses Ziels wird das Raum-Zeit-Verhalten von Schwarzwild in Gebieten mit vier Szenarien unterschiedlicher Jagdstrategien verglichen: Szenario I: Konventionelle Bejagung ohne Einsatz von NSZG und SD; Szenario II: Experimentelle Bejagung unter Verwendung von NSZG; Szenario III: Experimentelle Bejagung unter Verwendung von SD. In einem vierten Kontrollgebiet wird die Raum-Zeit-Nutzung von Schwarzwild ohne Bejagung (Szenario IV) analysiert. Projektgebiet ist der 9.300 ha große ÖBf Nationalparkbetrieb Donau-Auen. Ganze Rotten werden mit einer neuen innovativen Net-Up Falle zum möglichst praktikablen und tierschutzgerechten Fang eingefangen. Die Tiere werden mit einer neuen vielversprechenden und kostengünstigen Telemetrietechnik (RSSI; Orion-Netzwerk) mit aktiven RFID Ohrmarken über einen Zeitraum von 3 Jahren beobachtet. Von den Jägern geführte Jagdprotokolle dokumentieren zusätzlich Daten über Jagddruck, das Verhalten der Tiere, Nachthelligkeiten und den Jagderfolg der verschiedenen Jagdtechniken. Auf Basis aller Ergebnisse werden Bejagungsstrategien für ein effizientes und tierschutzgerechtes Schwarzwildmanagement entwickelt.

Betreute Hochschulschriften