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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-01-01 - 2019-12-31

Das Projekt BINATS 2 (BIodiversity – NATure – Safety) hat die erneute Erhebung der floristische und faunistische Biodiversität in den österreichischen Agrargebieten (Nutzflächen und Begleitstrukturen) zum Ziel. Der Fokus der Erhebungen liegt auf den Raps- und Maisanbaugebiete in ganz Österreich. Auf insgesamt 100 im Projekt BINATS 1 eingerichteten Testflächen wurde die Biodiversität anhand der Indikatoren Landschaftsstruktur, Gefäßpflanzen, Heuschrecken und Tagfalter in den Jahren 2007 (50 Testflächen in den Maisanbaugebieten) und 2008 (50 Testflächen in den Rapsanbaugebieten) erhoben. Nach nunmehr zehn Jahren soll die Biodiversitätserhebung in den Jahren 2017 (50 Testflächen in den Maisanbaugebieten) und 2018 (50 Testflächen in den Rapsanbaugebieten) nun erneut durchgeführt werden. Im Gegensatz zu BINATS 1, bei dem mit dem erhobenen Datensatz nur eine Momentaufnahme des floristischen und faunistischen Artbestandes möglich war, können durch den im Rahmen von BINATS 2 erhobenen Datensatz nun auch Biodiversitätstrends beobachtet und gemessen werden. Darüber hinaus werden Wildbienen als weiterer Indikator in das BINATS-Monitoringprogramm integriert. Das Projekt „BINATS 2“ ist in die aufgelisteten Module untergliedert: (1) Modul 1: Landschaftsstrukturen: einmalige Erhebung unter Verwendung von aktualisierten Luftbildern und der in BINATS 1 digitalisierten Karten (2) Modul 2: Gefäßpflanzen (3) Modul 3: Heuschrecken (4) Modul 4: Tagfalter (5) Modul 5: Wildbienen (6) Modul 6: Auswertung
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2015-10-01 - 2018-09-30

Die Steppenrasen des Pannonischen Beckens sind Lebensraum für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten und stellen einen bedeutenden Beitrag zur Biodiversität Europas dar. Vegetations-geschichtlich betrachtet waren Steppen im Verlauf des Quartärs in weiten Teilen Europas die meiste Zeit über die vorherrschende Formation. Inwieweit diese zeitliche Kontinuität der Steppen auch auf ihre Artenzusammensetzung zutrifft, ist allerdings unklar. Meist wird angenommen, dass ein Großteil der wärmeliebenden Arten, welche heute in den pannonischen Steppenrasen vorkommen, den Höhepunkt der letzten Eiszeit in Refugien nahe dem Schwarzen Meer überdauert hat und erst gegen Ende der Eiszeit oder im frühen Holozän in das zentrale Pannonikum zurückgewandert ist. Andererseits haben einige Autoren vermutet, dass zumindest einige wärmeliebenden Steppenarten die Eiszeit an den warmen Südhängen der die pannonische Tiefebene umgebenden Mittelgebirge überdauert haben könnten. Das beantragte Projekt verfolgt deshalb die folgenden sich gegenseitig ergänzenden Ziele: (1) eine Klassifikation aller pannonischen Steppenrasen unter Verwendung von multivariaten Methoden und einem supra-nationalen Netzwerk von Vegetationsaufnahmen; (2) die Identifikation von Mustern der regionalen Artenvielfalt, der genetischen Vielfalt und von Zentren des Endemismus, die Analyse des Erklärungswerts von ausbreitungs-historischen versus rezent-ökologischen Faktoren für die beobachteten Diversitätsmuster, und die Validierung potenzieller eiszeitlicher Refugien mit Hilfe von populationsgenetischen Analysen von repräsentativen Vertretern der verschiedenen Steppenrasentypen. Zusätzlich zu den phylogeographischen Mustern werden auch die infraspezifischen genetischen Diversitätsmuster Einblicke in die Migrationsrouten erlauben, welche rezente Populationen mit wahrscheinlichen Refugialgebieten verbinden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-11-01 - 2017-09-30

Der allgemeine Trend der Feldvögel (Farmland Bird Index) für Österreich zeigt einen besorgniserregenden Rückgang in den letzten 10 Jahren. Ein Grund für den starken Rückgang der Feldvögel liegt in der fortschreitenden Intensivierung der Landwirtschaft und dem vermehrten Einsatz von Mineraldünger und Pflanzenschutzmitteln. Neben den Veränderungen in der Landwirtschaft bedroht auch die fortschreitende Stadtentwicklung die Lebensräume der Vögel. Im Rahmen des Projektes sollen die Feldvögel in Wien erfasst werden. Ein besonderes Augenmerk soll auf die Indikatorart Rebhuhn gelegt werden, das aktuell in der Roten Liste als "gefährdet" gelistet ist. Darüber hinaus sollen Nutzflächen und Kleinstrukturen in der Agrarlandschaft im Jahresverlauf kartiert werden, um Aussagen über den Einfluss von Vegetationsstruktur und Kulturpflanzenarten auf die Häufigkeiten einzelner Arten machen zu können.

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